|
Erste Schülerpässe übergeben Was lange währt, wird endlich gut: Nach einem Jahr Entwicklungs- und Vorbereitungszeit in einer Arbeitsgruppe der Sophie-Scholl-Realschule wurden am Freitag, dem 11.09.2009 die ersten Schülerpässe an die Schüler der 8. Klassen übergeben. In Zukunft soll es dieses Angebot außer für den Realschulzweig auch für den Berufsreifezweig der Realschule plus in Haßloch geben. 
In der Sophie-Scholl-Realschule wurden schon seit zwei Jahren umfangreiche Maßnahmen im Projekt "Fit for Future" zur Verbesserung der Ausbildungsreife durchgeführt. Im Schülerpass sind diese Aktivitäten nun nach Modulen geordnet und können zum Teil von den Schülern selbständig und individuell bearbeitet werden. Andere, wie etwa ein Besuch der Meisterschule in Kaiserslautern (MHK), werden von der Schule organisiert und gemeinsam durchgeführt.
"Ich denke, der Schülerpass bringt etwas, um zum Beispiel zu erfahren, wie man sich am besten bewirbt", so Fenja (14 Jahre), die gerade ihren Schülerpass-Ordner erhalten und mit Namen versehen hat. Später möchte sie" irgend etwas in Richtung Mediendesign" machen. Da viele ihrer Mitschüler jedoch noch keinen Berufswunsch haben, setzt der Schülerpass ganz am Anfang an: Zunächst gilt es, einen Berufscoach zu wählen, verschiedene Berufsbilder zu erkunden und sowohl die Schulnoten, als auch ein ehrenamtliches Engagement im Auge zu behalten. "Ehrenamtliches Engagement macht nämlich einen guten Eindruck bei der Bewerbung" weiß Felix (13 Jahre) schon. Das Ziel des 54-seitigen Schülerpasses ist es, die Ausbildungsreife zu erlangen. "Und dafür reichen gute Noten nicht", so Schülerpass-Mitinitiator Willi von Lohr (HLL). Deshalb bekommen die Schüler von der achten bis zur zehnten Klasse nun systematische Anregungen und Hilfen: von dem Ausfüllen eines Stärkenprofils bis zu einem Bewerbertraining mit externen Trainern aus der Wirtschaft. "Das Besondere am Schülerpass ist, dass er wirklich von Schülern für Schüler entwickelt wurde und deshalb genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist", so Volker Mehrmann, betreuender Lehrer der Schülerpass-AG. Hervorzuheben ist zudem die enge Vernetzung mit der Agentur für Arbeit. Der zuständige Berufsberater kann in Beratungsgesprächen auf Basis des vorliegenden Schülerpasses zielorientiert und individuell arbeiten. Finanziert werden die Schülerpässe durch den Förderverein der Schule sowie der Agentur für Arbeit als Träger der Maßnahme. Schulleiterin Anette Weber dankte allen Beteiligten, "aber vor allem den Schülerinnen und Schülern, da der Schülerpass etwas ist, was das Schulprofil stärkt". Bürgermeister Hans-Ulrich Ihlenfeld lobte den Pass als "hervorragendes Ergebnis" der Ausbildungsinitiative zwischen der Gemeinde, den Schulen, Wirtschafts- und Parteivertretern. (ecc)
|